Der nächste Schritt sind Seren. Sie enthalten hochkonzentrierte Wirkstoffe, die gezielt gegen bestimmte Hautbedürfnisse wirken – etwa Vitamin C für mehr Ausstrahlung, Hyaluronsäure für Feuchtigkeit oder Niacinamid für ein ebenmäßiges Hautbild. Seren werden in dünnen Schichten aufgetragen und sanft eingeklopft. Wer mehrere Seren verwendet, beginnt mit dem wässrigen und endet mit dem öligen. Zwischen den Schichten sollte man jeweils einen kurzen Moment warten, bis das Produkt eingezogen ist.
Anschließend folgt die Feuchtigkeitscreme. Sie versiegelt die zuvor aufgetragenen Wirkstoffe und schützt die Haut vor Feuchtigkeitsverlust. Die Textur darf je nach Hauttyp variieren: leichte Gels oder Lotionen für fettige Haut, reichhaltige Cremes für trockene Haut. Auch hier gilt: eine kleine Menge gleichmäßig verteilen und sanft einarbeiten. Die Creme bildet den Abschluss der basalen Pflege und hält die Haut geschmeidig.
Morgens ist Sonnenschutz der unverzichtbare letzte Schritt. Er schützt vor UV-Strahlung, die vorzeitige Hautalterung und Pigmentflecken verursacht. Ein Lichtschutzfaktor von mindestens 30 sollte täglich aufgetragen werden – auch im Winter und bei bedecktem Himmel. Wer Make-up verwendet, kann eine getönte Tagescreme mit LSF oder ein separates Sonnenschutzprodukt unter der Foundation verwenden. Der Sonnenschutz wird immer als letzte Schicht vor dem Make-up aufgetragen.
Abends kann die Routine je nach Bedarf um Öle oder spezielle Behandlungen erweitert werden. Ein Gesichtsöl wird über der Creme oder anstelle der Creme aufgetragen und hilft, die Feuchtigkeit einzuschließen. Auch Retinol oder chemische Peelings gehören in die Abendroutine, da sie die Haut lichtempfindlicher machen. Wer neu im Layering ist, sollte langsam beginnen und die Haut beobachten. Weniger ist oft mehr, denn zu viele Produkte können die Haut überfordern. Eine klare, konsequente Routine mit gut verträglichen Produkten bringt langfristig mehr als ein überfülltes Badezimmerregal.
