Home Gesundheit Vitamin D: Warum das Sonnenvitamin in Deutschland so oft fehlt – und was wirklich hilft

Vitamin D: Warum das Sonnenvitamin in Deutschland so oft fehlt – und was wirklich hilft

by cms@editor

Vitamin D nimmt unter den Vitaminen eine Sonderstellung ein, denn der Körper kann es mithilfe von Sonnenlicht selbst herstellen. UVB-Strahlung wandelt eine Vorstufe in der Haut in Vitamin D um. Das Problem: In Deutschland reicht die Sonnenintensität von Oktober bis April in der Regel nicht aus, um eine ausreichende Eigenproduktion zu gewährleisten. Viele Menschen starten daher mit leeren Speichern in den Frühling – und manche leiden unbemerkt an einem Mangel.

Vitamin D ist vor allem für die Knochengesundheit entscheidend, da es die Aufnahme von Kalzium und Phosphat aus dem Darm fördert. Ein chronischer Mangel kann bei Erwachsenen zu Osteoporose und Knochenschwäche führen, bei Kindern zu Rachitis. Darüber hinaus beeinflusst Vitamin D das Immunsystem, die Muskelkraft und möglicherweise auch die Stimmung. In den dunklen Wintermonaten berichten viele Menschen über Müdigkeit und Abgeschlagenheit, die mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel zusammenhängen können.

Zu den Risikogruppen für einen Vitamin-D-Mangel zählen ältere Menschen, weil die Haut mit zunehmendem Alter weniger Vitamin D bildet. Auch Menschen mit dunkler Hautfarbe, Personen, die sich überwiegend in geschlossenen Räumen aufhalten, sowie Frauen, die aus religiösen oder kulturellen Gründen Haut bedecken, sind häufiger betroffen. Säuglinge erhalten in Deutschland prophylaktisch Vitamin-D-Tabletten, da ihre Haut noch nicht direkt der Sonne ausgesetzt werden darf.

Ein Mangel lässt sich nur über einen Bluttest sicher feststellen. Gemessen wird der Speicherwert 25-Hydroxy-Vitamin-D. Werte unter 20 Nanogramm pro Milliliter gelten als Mangel, Werte zwischen 20 und 30 als suboptimale Versorgung. Viele Hausärzte bieten diesen Test an, allerdings übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten nur bei begründetem Verdacht. Typische Anzeichen wie anhaltende Müdigkeit, Infektanfälligkeit, Knochenschmerzen oder depressive Verstimmungen sollten ärztlich abgeklärt werden.

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