Müdigkeit, Muskelkrämpfe, brüchige Nägel oder häufige Infekte – viele Menschen führen solche Beschwerden schnell auf einen Nährstoffmangel zurück. Tatsächlich spielen Magnesium, Zink und die B-Vitamine eine Schlüsselrolle für Energie, Nerven, Immunsystem und Stoffwechsel. Doch bevor man zu Nahrungsergänzungsmitteln greift, lohnt sich ein genauer Blick darauf, was der Körper wirklich braucht und wo diese Mikronährstoffe natürlich vorkommen.
Magnesium ist an über 300 enzymatischen Reaktionen im Körper beteiligt. Es unterstützt die Muskel- und Nervenfunktion, reguliert den Herzrhythmus und trägt zur Energieproduktion bei. Gute natürliche Quellen sind Nüsse, Samen, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse und magnesiumreiches Mineralwasser. Ein Mangel äußert sich oft durch Wadenkrämpfe, Lidzucken, innere Unruhe oder Schlafprobleme. Sportler, Schwangere und stark gestresste Menschen haben einen erhöhten Bedarf.
Zink ist ein Spurenelement, das vor allem für das Immunsystem, die Wundheilung und die Hautgesundheit unverzichtbar ist. Es steckt in Fleisch, Käse, Eiern, Hülsenfrüchten, Nüssen und Vollkorngetreide. Die Aufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln wird durch Phytinsäure gehemmt, weshalb Vegetarier und Veganer auf eine gute Versorgung achten sollten. Ein Zinkmangel kann zu erhöhter Infektanfälligkeit, schlechter Wundheilung, Haarausfall und Geschmacksstörungen führen.
Die B-Vitamine bilden eine Gruppe wasserlöslicher Vitamine, die eng mit dem Energiestoffwechsel verknüpft sind. Vitamin B12 ist dabei eine Besonderheit, da es fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Es ist essenziell für die Blutbildung und die Funktion des Nervensystems. Vor allem ältere Menschen, Menschen mit Magen-Darm-Erkrankungen sowie Veganer haben ein erhöhtes Risiko für einen B12-Mangel. Folsäure, ebenfalls ein B-Vitamin, ist besonders in der Schwangerschaft wichtig.
