Auch Eisen wird häufig mit Müdigkeit und Erschöpfung in Verbindung gebracht, obwohl es kein Vitamin, sondern ein Spurenelement ist. Besonders Frauen im gebärfähigen Alter, Schwangere und Ausdauersportler sind gefährdet. Gute Eisenquellen sind rotes Fleisch, Hülsenfrüchte, Haferflocken, Hirse, Kürbiskerne und grünes Blattgemüse. Vitamin C aus Paprika, Zitrusfrüchten oder Brokkoli verbessert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen, während Kaffee, Tee und Milchprodukte sie hemmen.
Ein Nährstoffmangel lässt sich nicht immer eindeutig an Symptomen ablesen. Anhaltende Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Haarausfall, rissige Mundwinkel oder eine erhöhte Infektanfälligkeit sollten deshalb ärztlich abgeklärt werden. Ein Blutbild gibt Aufschluss über Eisen, Ferritin, Vitamin B12 und Folsäure. Magnesium und Zink lassen sich im Serum oder Vollblut bestimmen, wobei die Aussagekraft begrenzt sein kann. Eine gezielte Diagnostik verhindert unnötige Selbstmedikation.
Wer nachweislich einen Mangel hat, sollte gezielt und in therapeutischer Dosierung ergänzen – am besten nach ärztlicher Empfehlung. Dabei ist die Bioverfügbarkeit wichtig: Magnesiumcitrat oder Magnesiumglycinat werden oft besser aufgenommen als Magnesiumoxid. Zink sollte nicht zusammen mit Eisen oder Magnesium hochdosiert eingenommen werden, da sich die Mineralstoffe gegenseitig behindern können. B-Vitamine wirken am besten in einem ausgewogenen Komplex, da sie im Stoffwechsel zusammenarbeiten.
Am Ende gilt auch hier: Die beste Versorgung kommt aus der Nahrung. Eine abwechslungsreiche Kost mit Vollkorn, Hülsenfrüchten, Nüssen, Samen, Gemüse, Obst und – je nach Ernährungsweise – auch Milchprodukten, Fisch oder Fleisch deckt den Bedarf in der Regel gut ab. Supplemente sind dann sinnvoll, wenn ein Mangel nachgewiesen wurde oder besondere Lebensumstände vorliegen. Wer auf seinen Körper hört und bei anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat sucht, spart Geld und schützt seine Gesundheit.
